

| Trauer um Bodo Käppel |
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Tief bestürzt mussten wir die Nachricht entgegennehmen, dass unser Kamerad Bodo Käppel am 23. Februar im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Wir werden ihn sehr vermissen. Auch wenn er bei unseren Veranstaltungen aus gesund-heitlichen Gründen nicht mehr anwesend sein konnte, so äußerte er sich regelmäßig telefonisch zu aktuellen Entwicklungen. Sein Leben war bewegt und geprägt von Leidenschaft und Enthusiasmus für die demokratische Sache. Der Sozialdemokrat kam am 25. Juni 1926 zur Welt. Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft wollte Käppel zur Kriminalpolizei, was sich aus politischen Gründen nicht realisieren ließ. Um seinen politischen Idealen gerecht zu werden, trat Bodo Käppel in die Liberal Demokratische Partei Deutschlands ein. Die SED beendete seine politische Laufbahn an seinem 23. Geburtstag. Bodo Käppel wurde zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, saß - wegen angeblicher politischer Spionage, illegaler Gruppenbildung und Verbreitung verbotener Literatur - sieben Jahre im Gefängnis ("gelbes Elend") in Bautzen. Er wurde auf Bewährung entlassen und floh nach West-Berlin, kam nach Hanau und trat hier in die SPD ein. Bodo Käppel arbeitete beim Amt für Verteidigungslasten in Frankfurt und war stellvertretender Leiter des Flüchtlingswohnheimes Gondsroth. 1964 wurde er zum Bürgermeister von Neuenhaßlau gewählt, nach der Gebietsreform war er Rathauschef der Gemeinde Hasselroth. Mit ihm verliert das Reichsbanner einen langjährigen Kameraden und aufrechten Demkraten. |








