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Gefährdung der Weimarer Republik PDF Drucken E-Mail
Unsere Geschichte 1924-1933

Vom ersten Tag ihres Bestehens an war die Weimarer Republik starken Gefährdungen ausgesetzt. Monarchistische und völkisch- nationalistische Kräfte bekämpften den aus Kriegsniederlage und revolutionärer Erhebung hervorgegangenen neuen Staat mit Mord und Putschversuchen.
Schon 1919 waren führende Kräfte der sozialistischen Linken wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, Kurt Eisner und Leo Jogiches, Hugo Haase und Heinrich Dorrenbach, der Führer der Volksmarinedivision, ermordet worden.
1921 wurde der bayerische USPD-Landtagsabgeordnete Karl Gareis erschossen. Erhard Auer, der Vorsitzende der bayerischen SPD, entging nur knapp einem Attentat, ebenso Philipp Scheidemann, der erste Reichskanzler der Republik.
Der Zentrumspolitiker Matthias Erzberger musste, als „Vaterlandsverräter“ diffamiert, sein Leben lassen, weil er für die Annahme des Versailler Vertrages eingetreten war und als Finanzminister der Republik eine Besteuerung der Besitzenden durchgesetzt hatte. 1922 wurde Außenminister Walther Rathenau ein Opfer wüster völkisch-nationaler Hetze.
Im März 1920 holten reaktionäre Militärs mit dem Kapp-Putsch zu ihrem ersten großen Schlag aus. Der Generalstreik der Arbeiterschaft rettete die junge Republik. Anschließende Arbeiteraufstände im Ruhrgebiet im März/April 1920 endeten mit standrechtlichen Massenerschießungen. Die Putschisten dagegen trafen auf milde Richter, ihr Hoch- und Landesverrat wurde bald amnestiert. Hier zeigte sich ein Geburtsfehler des neuen Staates, der die alten Machteliten im Justizapparat, in Militär und staatlicher Verwaltung nicht angetastet hatte.

Vom ersten Tag ihres Bestehens an war die Weimarer Republik starken Gefährdungen ausgesetzt. Monarchistische und völkisch- nationalistische Kräfte bekämpften den aus Kriegsniederlage und revolutionärer Erhebung hervorgegangenen neuen Staat mit Mord und Putschversuchen.


Schon 1919 waren führende Kräfte der sozialistischen Linken wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, Kurt Eisner und Leo Jogiches, Hugo Haase und Heinrich Dorrenbach, der Führer der Volksmarinedivision, ermordet worden.
1921 wurde der bayerische USPD-Landtagsabgeordnete Karl Gareis erschossen. Erhard Auer, der Vorsitzende der bayerischen SPD, entging nur knapp einem Attentat, ebenso Philipp Scheidemann, der erste Reichskanzler der Republik.

Der Zentrumspolitiker Matthias Erzberger musste, als „Vaterlandsverräter“ diffamiert, sein Leben lassen, weil er für die Annahme des Versailler Vertrages eingetreten war und als Finanzminister der Republik eine Besteuerung der Besitzenden durchgesetzt hatte. 1922 wurde Außenminister Walther Rathenau ein Opfer wüster völkisch-nationaler Hetze.


Im März 1920 holten reaktionäre Militärs mit dem Kapp-Putsch zu ihrem ersten großen Schlag aus. Der Generalstreik der Arbeiterschaft rettete die junge Republik. Anschließende Arbeiteraufstände im Ruhrgebiet im März/April 1920 endeten mit standrechtlichen Massenerschießungen. Die Putschisten dagegen trafen auf milde Richter, ihr Hoch- und Landesverrat wurde bald amnestiert. Hier zeigte sich ein Geburtsfehler des neuen Staates, der die alten Machteliten im Justizapparat, in Militär und staatlicher Verwaltung nicht angetastet hatte.